2013 

 

 

es kann sich empfehlen, auf 80% zu verkleinern  

 

mother I'm crying, mother I'm dead

'cause you're so social, 'cause you're so bad

if you were trancy, whenthering head

I would be happy, I wouldn't be sad

 

eine hellseherin spricht

werde nicht

zu dicht

 

fragen Sie mal ein kind: wie stellst du dir deine mutter vor? wenn es eine ehrliche antwort wagt, wird es Sie etwas komisch anschauen, und vielleicht bemerken: di kenneni dänk! beginnt es sie zu beschreiben, ist es überangepasst, und Sie haben nichts wohltuendes getan. wie jemand sich jemanden vorstellt, fragt man nur dann, wenn der erste den zweiten nicht kennt. man wird nicht den ehemann fragen: wie stellst du dir deine frau vor (ausnahme: deine frau, das unbekannte wesen), aber man wird schon eher einen single fragen: wie stellst du dir deine traumfrau vor?

 

wir erkennen nicht das "ding an sich" (kant), sondern unser konzept, nicht hans an sich, sondern unser konzept von ihm - nur dass das eben auch wieder ein konzept ist

 

"he päpu!" rief die mutter: "wir müssen unseren älteren sohn auch feiern! - "aha!" - "du bist wieder auf deinem ego-trip: 'du bist alle zeit bei mir', sagst du zu ihm. 'wir leben und arbeiten immer zusammen', heisst das. und ein kind ist er auch nicht mehr. 'alles, was mein ist, ist dein' - reine theorie..." - "aha", so er, "ich bin ein bisschen ausgeflippt". darauf sie: "ja, da sieht man, woher er es hat, nichts als selbstverständlich, dass er wieder eine klause bei uns bekommt!" - "aha" - "unsere mutter feiern wir auch", ruft der wiedergefundene, "sie ist eine friedensstifterin: geniale idee, meinen bruder auch zu feiern!" "unser vater hat immerhin einiges an humanität bewiesen, und aha sagen zu können ist ein zeichen von erwachsenheit - den feiern wir auch noch gerade!" beteuert der ältere. "halt!", rufen sie alle drei, als der vater eine axt oder etwas ähnliches holt, "das kalb feiert auch mit!" - "aha"

 

die geschichte vom verlorenen sohn, die halbfas zitiert, hat es mir seit jeher nicht so angetan 

 

zen sagt: wenn du zur erleuchtung kommen willst, musst du das unertragbare ertragen. anthropologischen bestimmungen mochte ich nicht allzu viel gewicht beimessen, dachte eher, was ich später von dem in den achtzigerjahren am tiefsten erleuchteten zen-meister japans hörte:

 

erleuchtung - das ist, was wir gnade nennen

 

an fulbert steffensky

 

wir haben ja ein lichtproblem. den led-enthusiasmus kann ich nicht teilen. da denke ich immer wieder etwa daran, was Sie in den "perspektiven" mal sagten: es sei nicht gut, wenn die menschliche existenz bis in alle winkel durchleuchtet werde. und mit was für einem licht?

 

mit glühenden grüssen 

 

selbsterkenntnis ist todeserkenntnis (eberhard jüngel) - aber nicht nur (reinhard manner)

 

wenn man zur erleuchtung gekommen ist, muss man nachher unzulänglichkeiten aufräumen (genro, zen-lehrer)

 

mich vor einem zen-meister niederzuwerfen bereitete mir nie probleme. eine respektsbezeugung. man darf nachher offen reden. absolute bejahung: der meister anerkennt den schüler unabhängig davon, was dieser tut.

 

die frage nach einer nicht gewalttätigen - was auch heisst nicht gewalt provozierenden - kommunikation

 

paulus schreibt den korinthern, sie sollten alle dasselbe sagen und derselben meinung sein. (1kor 1.10) das ist befremdlich. unter einheit würde ich - im sinne der rechtfertigung, die in 07/13 besprochen wird - als erstes die gegenseitige anerkennung trotz unter umständen gegesätzlicher auffassung verstehen. aber darauf will paulus offenbar gerade hinaus: niemand soll der meinung sein, sagen: ich gehöre paulus an, apollos oder kephas, respektive: niemand soll sagen: ich bin katholisch, orthodox oder evangelisch, sondern alle sollen der meinung sein und sagen, dass sie christus angehören, von dem dieses von zugehörigkeit und tun unabhängige ja ausgeht, was die eigentliche stärkung und kraft (1.24) einer kirche ausmacht.

 

ich glaube an ein verlieren nach dem tod (kuttimc)

 

nach dem tod verliert man das leben weiterhin: ganz gestorben - vollkommen erleuchtet

 

der magischer moment

der eine zigarette braucht

ist nicht ganz echt

 

im beitrag "der kelch der verführung" (08/2013) macht "reformiert." das erste mal darauf aufmerksam, dass es zu einer trennung von wort und geist kommen kann, wovor die reformation in hinsicht auf "die begeisterten" gewarnt hat

 

dem verfasser sei hiermit ausdrücklich gratuliert

 

es gibt - stufenlos - ein mehr oder weniger

 

meine spezialität war, das boot bei leichtem wind gut getrimmt und fein gesteuert am wind zu segeln. dabei setzte ich mich nach vorne ganz an die vorschot-oese. so entstand am heck ein optimaler wasserabriss und der bug fand seinen weg durch die wellen ohne zu stampfen. bei noch leichterem wind stellte ich mich auf masthöhe auf deck und steuerte den kurs nur durch neigung des bootes. andererseits die technik zu kentern, ohne nass zu werden.

 

ich legte wert auf holz, kam aber beim überholen zur ansicht, dass ich mit dem bootslack auch eine art kunststoff auftrage, und sagte mir: da kannst du lange alu-techeli sammeln, bis du einen alu-mast zusammen hast. die segel aus kunststoff, nicht aus segeltuch. transporte und reisen.

 

in meiner jugend entdeckte ich, dass es einen besonderen reiz hat, an einem schaufenster voller pralinen vorbeizugehen ohne zuzugreifen. meine philosophie hatte zur folge, dass der besondere reiz nicht zu segeln, die umweltbelastung auf das elementare zu reduzieren, zu überwiegen begann. vor einigen tagen, vierzig jahre später, fuhr ich mit dem zug nach sugiez und wanderte dem see entlang nach mur. dort setzte ich mich auf dem öffentlichen steg in den lotussitz. die dynamik des segels war zur dynamik des gefieders eines reihers geworden, der mit einem schrei in die nacht hinausflog, in der ich auf meiner wanderung nicht durch verkehr gestört war. es war, wie wenn ich im jugendzentrum, wo im eröffnungsjahr unsere band spielte, z'tanz bin: die alternative ist nicht schlechter.

 

der rückweg zieht sich. doch da: die mondsichel! "mondhorn" hatte ich das boot getauft. "tatsächlich eine ähnlichkeit", sagte ich mir.

 

als unsere familie in meiner kindheit mit dem 2cv durch die landschaft fuhr, veränderte sich manchmal der klang des fahrens. ähnliches erlebe ich manchmal während der meditation etc. ist das - wie zen sagt - "die dinge wie sie sind". oder täuscht sich zen? erkennen wir immer nur - wie kant sagt - unsere interpretation?

 

"so wie es ist" - chancen und risiken

 

das eintauchen kann sich im prinzip in unserer sprache abbilden. zuerst erscheinen worte "wie der finger, der auf den mond zeigt". wer sagt: "wamm, der frosch springt ins wasser!" erfasst vielleicht den absprung, aber das eintauchen ist nicht so sagbar. wer sagt: "pieps, der frosch springt ins wasser!" erfasst nicht die sache selbst, vielleicht die reaktion eines wasserhühnchens. aber ich finde es schon interessant: die wiedergabe in menschlicher sprache kann - finde ich - gelingen: vielleicht als teamwork von frau und mann, non-verbal magisch oder auch exakt wissenschaftlich. der finger wird sozusagen zum frosch.

 

soweit wir gestorben sind

nehmen wir unverzerrt wahr

 

25 jahre stand auf meinem ausweis "alle", nach 25 minuten auf dem internet (unter "o r g a n s p e n d e") "keine". war zur meinung gekommen, dass gerade weil die organe am leben erhalten bleiben trotz hirntod vielleicht seelische erfahrung möglich bleibt, wir möglicherweise spendende höllischen qualen aussetzen. als organempfänger hatte ich mich auch vorher nicht verstanden.

 

entscheidend ist für mich die frage nach dem möglichen leiden der spendenden. eine nicht-gewöhnliche ausbildung, ein nicht-gewöhnliches leben finde ich heute humaner. die liberalisierung von NaP liegt mir seither näher als die propagierung der organtransplantation.

 

bisher nie erlebt, dass gesagt wird, wir sollten uns informieren, ohne dass wir informiert werden. dort wo ich erwartete, jetzt würde gesagt, wo das problem oder die probleme beim sich entscheiden liegen, heisst es, bewährt habe sich die zusammenarbeit mit facebook.

 

reiner zufall

dass das eine auf das andere trifft

einen zusammenhang herzustellen

nicht meine absicht

 

gefällt mir, wie Sie die frage "wie stellen Sie sich gott vor?" beantworten

 

"the palm of his/her hand"

 

"das allumfassende gegenüber. . .ohne bild"

 

fragt sich nun noch, ob hand immer eine vorstellung oder ein bild ist - zum vergleich zen: hand oder was immer wir sagen ist buddha - alles ist alles - offenbarung durch das wort - nicht notwendigerweise ein bild

 

der mini, in dem Sie in der bund erschienen, hat bei mir eine etwas betretene stimmung ausgelöst - der gedanke, dass eine pfarrerin immer wieder menschen begegnet, die nicht zum sex-appeal aufgelegt sind - aber nota bene: keine moralische entrüstung - vielleicht war das eine andere situation

 

meine erste liebe konnte den blechtrommel-schrei. die fensterscheiben blieben ganz, die herzen zerbrachen.

 

dieser text darf, abgesehen von grossschrift und eventuellen objektiven fehlern, nur unverändert gedruckt werden - sollte das risiko bestehen, dass eine endredaktion doch noch eine änderung anbringt, keine publikatiion

 

wenn jemand mich berührt, kann es zwar sein, dass in mir eine - durchaus wahrheitsgetreue - vorstellung seiner/ihrer hand entsteht. so schlau arbeitet unser bewusstsein. aber es muss nicht so sein. die akzentuierung auf vorstellung ist erfahrungsfeindlich. wenn ich sage, gott habe eine hand, stelle ich mir weder diese hand noch den/die diese hand hat vor. jedenfalls nicht zwingend. und das ist der grosse fehler, den diese fragestellung macht: dass sie zur vorstellung zwingt. das interesse dabei ist ziemlich sicher die relativierung der eigenen erkenntnis. das ist aber auch anders möglich. nn, soweit ich ihn kenne, der diese frage meines wissens konzipiert hat, ist sehr wahrscheinlich der meinung, es sei eben n u r eine vorstellung. in den 90ern habe ich ihn mal gefragt: "mystik?" "ja", sagte er. das heisst, es geht darum, alles, auch alle vorstellungen, zu lassen und zu übersteigen. damals hing eine dem filzstift meiner wenigkeit entflossene zeichnung in der redaktion bern. darauf ein raumfahrzeug. der hinten sitzt ruft dem vorne zu: "zieh' den my-stik (oder my-stick)!" der macht es, und das gefährt übersteigt die kreuzigungsszene, zu der es sonst gefahren wäre. leider machte ich damals den fehler, das für sich selbst sprechende bild zu kommentieren. besser hätte ich mich darauf beschränkt, die atmosphäre zu geniessen und die schön abgerundeten möbel zu bewundern.

 

in grossverteilern etc wird viel lärm gemacht - damit wir "ja nicht nachdenken" und mehr kaufen - um den hochton-bass-orientierten "lauter"-sprecher-klang zu humanisieren, verwende ich gehörschutz, die billigen tannenbäumchen der suva

 

gestern eine schnecke gesehen - ein auto fährt vorbei - ich habe die möglichkeit, schnell aus dem abgasschwall zu ziberlen - sie nicht - gemein

 

diesmal mussten nicht andere krank werden. oder doch? was für eine belastung ist es für mensch und umwelt, bis eine musikanlage in einer disco steht? oder in der kirche. da geht es mir wie mit einem festival, wo das material durch sonst autofreies gebiet transportiert werden muss. wenn es stattfindet, nehme ich teil, würde es aber nicht machen. es fragt sich auch, wie gut die in der nachbarschaft schlafen, wenn auch aus der kirche bis drei uhr stampfende bässe zu hören sind.

 

von ihr wünsche ich mir mehr, was es sonst kaum gibt: eine tanzfläche zu moderner klassik zb. wunderbar erlebt im berner münster: als die hochschule der künste im chor fünf konzerte spielte, hatte niemand etwas dagegen, dass ich dahinter, beim altar, eine tanzfläche eröffne. einige setzten sich ins kirchenschiff, um mitzubekommen, was der dort anstellt. 

 

keine zukunft und keine vergangenheit und einssein mit dem universum - wie geht das zusammen? 

 

gegenwart ist die vereinigung mit der vergangenheit

 

die zukunft strömt andauernd herein

 

negativ nur soweit neurotisch

 

weil gott geschichtlich geworden ist, befindet sich ein mensch, soweit er sich mitten in gott befindet, mitten in der welt. oder, wenn Sie wollen: . . .eine person, soweit sie. . .

 

finde ich

 

zur tiefsten tan-zen-erfahrung gehört - nach meiner erfahrung - der historische bezug

 

die zwei eben in die zweite klasse gekommenen haben mir, als ich in der waschküche arbeitete, die hölle heiss gemacht: hiphop und karate, seilziehen mit einem badetuch, versteckele mit überraschungseffekten und beeindruckender kniefall vor meiner wohnung: ob sie sie nicht mal ansehen dürften. . . alles "mit gefühl" - wenn man die übliche unterscheidung von gesicht und körper übernimmt - warum nur körper? tan-zen als reintegration von kindheit und jugend. eine tänzerin  rühmte mal die gegenwart. ich bemerkte: gegenwärtig heisst widerwärtig, es muss alles ein wenig vergangen sein - was ihr gefiel.

 

grosse erleuchtung

soll ich über meinen vater schreiben, der ein buch geschrieben hat mit dem titel "vergessen und erinnern", in dem er seine opium-entziehungskur beschreibt, zu der seine drogen-erfahrungen geführt haben? oder über die alternative zur droge, den ersten, erotischen, vollen und, wie ich auch sagen würde, sexuellen kuss? ein gesicht näherte sich mir, vielleicht nicht unbeschreiblich, aber schwer beschreiblich weiblich, dann eben sehr gut begründet und ohne hemmung ganz erfüllend. oder gar "das erste mal". ohne miteinander zu schlafen, nicht schlechter als mit: ehrlichkeit, und weil die selbstbegrenzung in der selbstentfaltung eine menge belohnungsmoleküle erzeugt. ein grosser professor hatte mir geraten: "sündigen Sie doch mal so richtig, dann werden Sie schon sehen, dass es nicht so ist, wie Sie meinen!" - "ich möchte nur noch geniessen", sagte sie in der nacht darauf. die krasse einladung, den baum der erkenntnis zu erkunden.

 

aber etwas anderes: wenn ich gescheitert bin oder mich frage: was, wenn ich mal umfassender scheitere, oder eine ganze zivilisation, die ganze welt? die grosse erleuchtung: "was ist ihr nächstes ziel?" zitiert sie die werbung einer bank. "wenn du keines mehr hast, bleibe noch ich."

 

es wird gesagt, ich komme zu ihr, ich sei auf dem weg zu ihr. aber ich glaube, sie kommt zu mir, erinnert mich an sich.

 

im zen wird gesagt, man solle nicht über erleuchtung reden. mit der zeit bin ich darauf gekommen, dass es ganz gut ist, sich manchmal - wie zen sich ausdrückt - an "das frühstück" zu erinnern, an das mittagessen, zu dem ich mal geladen war, oder eben sich an das abendessen erinnern zu lassen.

 

gäbe es für überforderte manager nicht die möglichkeit, partiell auszusteigen? ich wünsche ihnen, dass sie sich an sie erinnern/t.

 

"für mich und für dich", zitiert sie eine andere werbung, "aber spass bei seite: für die ganze welt."

 

sie ist nicht nur der flow - die urflut bricht in den fluss des lebens ein - macht alles vergessen und erinnert an alles

 

"ich werde sein, wer ich sein werde", wird übersetzt, kritisch gegenüber der "vermännlichung" durch "der"

 

und "wozu hast du mich verlassen?" (ps 22), "es gibt einen sinn, aber ich sehe ihn noch nicht", anders als in der "völligen verzweiflung" des "warum?"

 

das erste sympathisch, das zweite: warum ist umfassender, kann auch heissen wozu - warum gehst du dorhin? - weil ich dort etwas holen will - das warum enthält die möglichkeit des wozu - und warum nicht "völlige verzweiflung"? der verlassene, der wozu? fragt, wäre ja noch besser dran als die, welche nicht mehr wozu? fragen können

 

im management wird geraten, nicht zu fragen, warum ein fehler passiert ist, sondern wozu

 

seekrank bin ich nicht, aber die schiffe machen die see krank - sie dürften noch oekologische fortschritte machen - aber2: schöne reise!

 

hätte sich der katamaran oracle auf das orakeln verlegt, würden nicht alle sagen: das wollen wir auch!

 

karl barth hat davon abgeraten, den strafvollzug als sühne zu verstehen

 

hartmut gese "sühne im alten testament": die gemeinde stirbt mit dem opfertier, das als sühnopfer geschlachtet wird, und wird so von ihrer sünde erlöst

 

in der neutestamentlichen gemeinde geschieht die sühne durch den tod von christus, den tod mit christus

 

die rechtfertigung der gottlosen - eine alternative todesstrafe

 

eine strafe kann die sühne nicht garantieren, kann ihr aber dienen

 

theologische argumente sind nicht direkt anwendbar - sie sind eine stimme im demokratischen prozess

 

eine strafe ist berechtigt, soweit sie befreiend ist, nicht nur für den täter - der bevölkerungsschutz ist mit inbegriffen

 

primär geht es um den schutz der bevölkerung, dazu muss der täter eingesperrt werden, die strafe

 

es wurde schon gesagt, wenn es keine freiheit gebe, sei unsere kultur des strafens falsch - diese freiheit gibt es nicht - ich appriziere mich nicht darauf, sehe aber die welt als durchgehend kausal bis zur aufhebung der person - durchaus sinnvoll, einer gesellschaft, aus der ein täter geboren wird, zu sagen: vergib, so wird auch dir vergeben

 

man muss allerdings bedenken, dass sie sich gegenüber tätern oft in einer notwehrsituation befindet

 

in der erbsünde nur kausalität - in der persönlichen sünde keine kausalität

 

hubertus halbfas sagt, was paulus zum tod und zur auferweckung von jesus sagt, sei eine interpretation, um so weniger solle man davon ausgehen - Ihr text zeigt aber, wie sehr die argumentation, die von dem ausgeht, was jesus gesagt und getan hat, auch eine interpretation ist: kein mühlstein und nichts von heulen und zähneklappern

 

hat jesus ein "idealbild" entworfen?

 

strafvollzug - ein komplexes thema - belasse es bei diesen notizen

 

nicht zur publikation bestimmt - habe die verbravung von texten durch kürzung, die in wirklichkeit eine nicht deklarierte redaktionelle bearbeitung ist,

 

satt

es bräuchte ein anstatt

für jedes blatt

 

mit attischen grüssen

 

geschichte vom verlorenen sohn: im kern wertvoll, aber vieles bleibt problematisch. der vater hat probleme mit dem realitätssinn, gibt dem sohn gleich das erbteil, kommt nicht auf die idee, den zuhause gebliebenen auch zu feiern. der sohn hat diese probleme von ihm geerbt.

 

"sehr vorbildlich" ist dieser vater zuerst nach birnstein. zuletzt "ziemlich vorbildlich" - dank antonia moser, die ihn auf den boden zurückgeholt hat.

 

durch den ls habe ich mein pendeln um einen drittel reduziert

 

dass ich kein verlangen verspüre, in die ferien zu fahren, gar zu fliegen, ist wohl auch ls-mitbedingt

 

aus dem za-zen das tan-zen

etwas, wozu man nichts zusätzliches braucht

 

die himalaya-mentalität aufgeben: das problem sind nicht die 8000 senkrecht, sondern die vorangehende und folgende waagrechte - anstatt (leistungs-)sport alles zu fuss - und wer nicht genug hat, kann noch ein dutzend rasen von hand mähen - oder zu den ziegen schauen, die den rasen abgrasen und ja auch määäh machen

 

das ist kein leserbrief - kürzungen, die in wirklichkeit nicht-deklarierte redaktionelle bearbeitungen sind, da bin ich dagegen

 

dimitri

es wird weitergehen

wir werden die andern wiedersehen

das wäre schön

 

zuletzt - der traurige clown - eine unbestimmtheit, die nicht sagt, was die sich selbst offenbarende wahrheit sagt

 

die "höhere macht", die ein hohes lebensalter ermöglicht - mit macht allein geht das nicht - ist wohl eigenschaft eines personalen seins - erinnert an die "kraft" bei ella de groot, die die welt erhalten und vergeben kann

 

der dritte beitrag versucht, den eigenen tod zu denken - ein junger hindu kam, nachdem er seinen eigenen tod gedacht hatte, zu einer tiefen erleuchtung - ich empfinde dieses denken und denken, was man (noch) nicht denken kann, als zu anthropologisch

 

das zum kritischen aspekt - andererseits eine schöne doppelseite

 

noch zu dimitri: der leib anthroposophisch etwas vernachlässigt - soma pneumatikon (1kor 15.44)

 

ob die umschreibung "anthroposophisch" zutrifft, steht zur dikussion

 

flow - die kraft nicht aufwenden, nur "abrufen", sagt ein bergsteiger

 

"die kraft, die allmacht, die gott genannt wird" - der gesprächsteilnehmer teilt, wenn ich recht verstehe, die meinung, dass wir sie mit personalen attributen ausgestalten - ich finde, sie erweist sich als eigenschaft eines personähnlichen seins

 

wer frei ist

hat mit der freiheit

kein problem

 

die rechtfertigung der gottlosen

durch den tod von christus

den tod mit christus

 

eine alternative todesstrafe

 

für alle

 

bei den grossen belastungen, die auf uns zukommen, sieht es insgesamt nicht nach abschaffung der todesstrafe aus, sondern nach ihrer wiedereinführung

 

nicht der jahrelange, millionenschwere prozess, sondern die schnelle aburteilung von eindeutig identifizierten

 

ich sage nicht, dass das wünschenswert ist

 

ich räume ein, dass ich persönlich nicht verstehe, warum todesstrafe ärger sein soll als jahrelange gefangenschaft unter miserablen bedingungen. aber ich sage nicht, dass grosse aufwendungen gegenüber verbrechern zum vornherein ungerecht sind. sie sind möglicherweise die, welche am meisten unter das rad der verhältnisse gekommen sind. aber es kann der punkt kommen, wo andere, denen mit viel weniger geholfen werden könnte, deswegen zu sehr benachteiligt sind.

 

aber jede verantwortbare aufwendung für diese gerechtfertigten ist

gerechtfertigt

 

sühne heisst nicht beseitigung - höhstens dann, wenn die gefahr nicht anders abgewendet werden kann - , sondern - mit vorsicht und im dialog mit dem alten menschsein gesagt - neuschöpfung, sich verlassen können auf einen menschen, dem man vorher nicht über den weg traute

 

roboter und elektronische medien

ruth baumann-hölzle fragt nach der zwischenmenschlichen beziehung, grundlgender ist die frage nach der offenbarung

 

das überpersönliche ist personähnlich

 

kein licht, das ich hier sehe, empfinde ich als tröstlich, warm oder so, dass es mir heimat sein könnte - er led igt

 

ich finde, es hat seine logik und ist anerkennenswert, wenn die, welche die zuwanderung bekämpfen, die, welche nach demokratisch erarbeiteter gesetzgebung zugewandert sind, anerkennen und sich menschenfreundlich zu ihnen verhalten.

 

dem eindruck entspricht der ausdruck

 

gehe nicht mehr so regelmässig an konzerte

plötzlich hat es aufgehört

wort ist auch musik

 

eine frau um die 20 hat mal - und das wirklich! - zu mir gesagt: "wenn ich ein interview lese, meine ich, was dort drin steht, sei tatsächlich gesagt worden" - was leider nicht immer zutrifft

 

lieblingsgebet?

 

ein ankommendes

wie ich hierherkomme, steht noch nichts da, auch "neuen kommentar schreiben" fehlt noch. "das schweigende gebet", denke ich, und füge an "das lachende gebet". später alles weg: das verschwundene gebet. oder vielleicht doch lieber "vergib mir meine schuld", zugleich ein wehen, das die in meinem ganzen körper ihr unwesen treibende schuld zu behandeln beginnt. ich brauche mich nicht zu entscheiden. mein lieblingsgebet ist das, welches durch dieses wehen zu mir herangetragen wird.

 

oder "das gebet, das etwas nützt". ein alles durchdringendes ohr, das alles hört, und eine alles durchdringende hand, die alles berührt. das eine oder andere können wir uns vorstellen, als dreidimensionale analogie, sollten aber bedenken, dass das eine wie das andere noch ein paar dimensiönchen mehr hat. senden und empfangen, nicht der technik vorbehalten. ein senden von allem zu allem und ein empfangen von allem durch alles.

 

und warum kümmert es mich - recht verstanden - nicht, ob jemand liest, was ich schreibe? weil es - einem gebet vergleichbar - von einem alles durchdringenden personähnlichen sein wahrgenomen wird.

 

"das gebet, das bei mir ankommt", unversehens. in diesem moment kein gedanke daran, ob es sich an ein existierendes wendet oder an ein nicht-existierend sich ereignendes. andererseits aber doch "ein gebet, das der kritischen reflexion standhält": "vernichte meine feinde!" zuerst mal nicht, höchstens vielleicht dann, wenn sie gerade anrücken, um zu vernichten. aber dann doch: "verwandle sie in meine freunde!". so habe ich in meiner jugend vergleichbare psalmtexte verstanden. was sich ereignet, existiert, und was nicht aufhört, sich zu ereignen, auch. die aufhebung des dualismus von sich ereignen und existieren durch die verwandlung von tod in leben. zu meinem lieblingsgebet gehört, dass es andere gebete anerkennt, die sich an buddha wenden, an allah, sich im zwischenmenschlichen bezug verstehen oder nicht wissen, wie sie sich verstehen sollen.

 

eltern sind immer ganz wesentliche ursachen von allem, was im leben ihrer kinder geschieht. soweit sie das verstehen, können sie mit ihnen zumindest auskommen oder mehr

 

mit der geburt, am anfang unseres lebens, sagt ina praetorius, hätten wir "unendlich viel" geschenkt bekommen - angesichts der erbbelastung eine enthusiastische aussage

 

als kind, in meiner jugend dachte ich, dass nur die kinder haben sollten, die einander wirklich lieben - augustinus sagt, die erbsünde komme zustande, weil in der sexuellen vereinigung auch begierde (concupiscentia) sei - unsinn, dacht ich mir immer, es ist doch recht, wenn zwei liebende einander begehren - wenn das aber so verstanden werden könnte, dass sie sich nicht nur aus liebe, sondern auch aus einer der liebe widersprechenden begierde vereinigen und kinder zeugen, wäre das eine brauchbare bestimmung der erbsünde

 

le vide o

 

gelassenheit durch das geheimnis des nichts

 

durch die besiegte und gerade dadurch denkbar gewordene möglichkeit des nichts

 

eberhard jüngel, "gott als geheimnis der welt", 1977, vorwort, interpretierend zitiert aus 1982