2018 

 

 

es kann sich empfehlen, auf 80% zu verkleinern  

 

"er träumte davon, die sterne zu sehen", schreiben Sie. die nacht erleuchtet die sterne, und die sterne erleuchten wiederum die nacht. darin sehe ich die ursprünglichste wahrheit. eine ihrer erscheinungsformen: der vater erleuchtet den sohn, und der sohn erleuchtet wiederum den vater. wie sieht gott aus? wie das universum. nur dass wiederum der begriff des universums nicht ausreicht. . . so hoffe ich aufgrund der im tod des todes und seiner verwandlung in leben begründeten verheissung, eines auch die nacht in allen ihren erscheinungsformen integrierenden tages steven hawking - der vollkommen erleuchtet sein wird - die hand zum weiteren dialog reichen zu können.

 

die ablösung der menschheit vom skiliftprinzp: wir wollen chronisch, dass eine maschine etwas für uns macht. dabei ist es doch bekannt, dass die abfahrt zu einer noch anderen erfahrung wird, wenn wir selbst auf den berg gestiegen sind. und dieses ständige rechnen mit der rechenmaschine fördert nicht unbedingt die erhaltung der fähigkeiten unseres bewusstseins. es ist auch nicht einzusehen, warum wir mit noch so raffinierten raketen auf den mars fliegen sollen. ginge es doch darum, uns inmitten eines von leben erfüllten univerums - ein verschreiber, der regelmässig auftaucht - wahrzunehmen und darin den roten, warmen planeten von unserer planetin aus ohne jede maschine in unverblendeter nacht zu begrüssen. jetzt kommt die grosse digitalisierung. ich habe nicht den ehrgeiz, sie aufzuhalten. darunter schiebt sich aber eine andere evolutionsschicht, die die wolke des wissens und die des des nicht-wissens revolutionieren wird.

 

"du wolltest einen gitarrenverstärker", sagt im traum einer zu mir. er bringt mir einen käfig, in dem mehrere affen wohnen könnten. darin tatsächlich eine marshallähliche elektronik und entsprehende boxen, die ich allerding weniger sehe. des verzinkte metall des käfigs eröffnet die wahrnehmung der die sterne erleuchtenden nacht.

 

entscheidend finde ich die auffassung vom kanon im kanon: es gibt texte, die für die wahrheit tansparenter sind als andere. von diesen texten her werden die anderen interpretiert und unter umständen auch kritisiert. dass heisst also zum beispiel, dass ethische eintscheidungen nicht direkt aus einer allfälligen schöpfungsordnung hergeleitet werden können. das einzige gebot, das immer und überall gilt, ist das liebesgebot, sei es nun als nächstenliebe oder, wenn das nicht möglich ist, als feindesliebe. die entscheidende frage ist, wie sich die vereinigung von wahrheit und liebe offenbart. meine meinung ist im übrigen, dass frau und mann aus ein und demselben ursprung hervorgehen. die geschichte von der schöpfung aus der rippe mag viele interessante bedeutungen haben, die gleichursprünglichkeit wird dadurch nicht in frage gestellt.

 

es wird auch gesagt, das zweigeschlechtliche wesen habe sich in frau und mann geteilt. das war vielleicht so. aber in der urgeschichte steht nicht, a habe sich in b und c geteilt, sondern aus a sei b hervorgegangen.

 

anders: die frau wird nicht aus einer rippe geschaffen, sondern aus der einen seite des geschlechtslosen wesens, aus der anderen der mann. zela wird nicht mit rippe übersetzt, sondern mit seite.

https://static1.squarespace.com/static/58a80860f7e0ab89f5268d35/t/58be00fbf7e0ab44aa9565ab/1488847100055/Fehlu%CC%88bersetzungen+mit+Folgen.pdf 

 

gehen wir vom taufbefehl aus, machen wir den andern religionen und den nicht-religionen gegenüber denselben fehler wie papst benedikt uns gegenüber, der sagte, wir seien nicht kirche im eigentlichen sinn - was mich zum gedanken veranlasste, er sei nicht im eigentlichen sinn intellektuell. die frage ist doch vielmehr: was offenbart sich, wenn angehörige verschiedenster religionen und nicht-religionen einander begegnen. während einer kleinen vorlesungspause kommt mir folgendes in die hände: die süsswasser-schildkröten leben - intelligent, neugierig, vielseitig und schnell - seit 220 millionen jahren auf der erde. einige jahrzehnte industrialisierter mensch, und sie befinden sich am rande der ausrottung. jesus war so eingenommen von einem kommenden reich, dass er vergass, uns zu warnen. vom 33-jährigen lasse ich mir nicht einfach so einen auftrag geben. der 2000-jährige stimmt mir zu: das ergibt sich dann aus dem gesamten. wenn wir in beziehung zum ganzen (kata holon) existieren: warum ein christentum incurvatum in se ipsum?

 

eben konzert, arabische musik. das publikum führt einen tanz auf. ein bestimmtes auf und ab. ein kopftuch neben fallendem haar. ein wunderbares bild.

 

wäre ich mein vater, wäre ich gestern am frühen morgen gestorben. da sein leben in mir weiterlebt, da ich bereits gestorben bin, hören sie genau zu: das geheimnis besteht darin, das geheimnis der im tod des todes und seiner verwandlung in leben begründeten verheissung des ewigen lebens als individuelle existenz, als person, die in noch so grosser vereinigung selbständig bleibt, nicht zu reduzieren. was othmar keel sagt, erinnert an kurt marti und hans ruh. ist das die vollständige verwandlung des todes? aufschluss über das zukünftige gibt wohl am ehesten die der nahtoderfahrung vergleichbare erfahrung der erleuchtung: der tod während des lebens als vollkommene lebendigkeit in sprache, empfindung, imagination, kommunikation, handwerk, wandeln auf dem wasser, wo immer man gerade ist. . . 

 

die zeit geht weiter, die liturgie bleibt

 

alle waren erschöpft von den streitereien, wie denn, wer jesus sei, formuliert werden könne. da kam der prophet mohammed und sagte: nur allah. der anklang an das wort alles. die übereinstimmung mit 1kor 15.28: der sohn unterwirft sich dem vater, so dass er als zweite person der trinität nicht mehr existiert. und der vater ist nicht mehr vater, sondern alles. auch die ganze vergangenheit. nicht trennend aktuell.

 

panta en pasin - seit anfang achtzigerjahre versuche ich diese drei worte auszulegen. die beste theologische antwort mitte achtziger von eberhard jüngel, obschon es bisher nicht soweit kam: "Sie werden in schwierigkeiten geraten. . ." 

 

panta en pasin, die zukünftige vollkommenheit, als personähnliche alles verändernde vereinigung von allem mit allem in der gegenwart, bei integration des paulinischen "theos", aber ohne vereinnahmende voranstellung, weder theismus noch atheismus noch pantheismus, coincidentia oppositorum omnium

 

und die welt erscheint mir als durchgehend kausal. dass es die möglichkeit gibt, auch nein zu sagen, ist der existentielle aspekt. das andere die theorie. nicht eine wissenschaftliche aussage. eine intuition. die ich aber nicht auf dem altar der quantentheorie opfere, die nur einen bruchteil der materie, des ganzen erkennt.

 

der sendung habe ich im lotussitz gelauscht, nur einige ausschnitte gesehen. "das ich ist eine illusion", sagt buddha. es ist eine illusion zu meinen, wir bewegten uns selbst. wir werden bewegt - und sei es dazu, uns selbst zu bewegen. entsprechend unsere dogmatische tradition: der mensch ist nichts und kann nichts von sich aus. auch nicht nein sagen - sagen jedenfalls bestimmte texte des alten und neuen testaments. 

 

1kor 15.28, das letzte wort des neuen testaments, und zugleich das erste, das sagt, dass nicht nur die jüdisch-christliche tradition den andern etwas zu sagen hat, sondern auch die andern ihr

 

und historisch war es doch eher so: das jüdische volk schrie: "gib uns der bar abbas frei, den, den wir den sohn des vaters nennen!" das vorgehen von jesus erscheint abenteuerlich: sobald er gesagt hat, er sei der könig der juden, oder dem, dass er als das gefeiert wird, nicht entschlossen entgegentritt, riskiert er die zerstörung des kleinen jüdischen staatswesens und der jüdischen religion durch den römischen kaiser, der ihn als rivalen empfindet. er wusste offenbar, dass nicht sie zerstört werden, sondern er selbst. die jüdische obrigkeit hatte aber guten grund, das schlimmste zu befürchten. jesus der gute, die andern die bösen?

 

du siehst, ich lebe in einem spannungsverhältnis zu liturgie und gesang 

 

andere werden anderes herausarbeiten 

 

das wünsche ich dir und alles gute

 

"auch christus friert, ist ja auch nur ein mensch." das ist ja ein satz! in den tagen, in denen er in liturgien als wahrer gott und wahrer mensch gefeiert wird. alle waren erschöpft von den streitereien, wie denn, wer jesus sei, formuliert werden könne. da kam der prophet mohammed und sagte: nur allah. der anklang an das wort alles. die übereinstimmung mit 1kor 15.28: der sohn unterwirft sich dem vater, so dass er als zweite person der trinität nicht mehr existiert. und der vater ist nicht mehr vater, sondern alles. auch die ganze vergangenheit. nicht trennend aktuell. der film bringt zur sprache, wofür die biblischen texte sich zu wenig interessieren, worüber sie nur unzureichend auskunft geben. die sexuelle beziehung zu maria magdalena, von der der gekreuzigte jesus bei scorsese träumt, ist in ein derart fahles licht getaucht, dass keinerlei pr-effekt dafür davon ausgeht. "ich bin zu feige, um hinzuschauen", sagt jesus, als er zusammen mit einem andern an einer schönen frau vorbeikommt. ein diktum, das ich in den letzten fast dreissig jahren nicht ganz zu ergründen vemochte. aber eines scheint es mir auszusagen: dass damals wie heute (durch den negativeffekt von metooetc verstärkt) verhaltensweisen, die aus der lebendigkeit des lebens hervorgehen, immer wieder etwa verurteilt werden. mir scheint am wahrscheinlichsten, dass jesus in einer nicht vergeistigten geistigen welt gelebt hat, die er zwischen den zeilen auch als gegenwart einer hundertfachen partnerin, auch sexualpartnerin, charakterisiert hat (mk 10.30 und synoptische parallelen) - was das eingehen nicht angezeigter beziehungen erübrigte. jesus, schöpfung wie alle andern, ist und wird in 34 jahren zu dem, was in gott von ewigkeit her dem sohn eines vaters vergleichbar ist, ganz wesentlich mitbestimmt durch die frauen in seinem stammbaum, von maria, die ihn geboren hat, bis zu maria magdalena, die ihn dann als erste gesehen hat, gezeichnet von der brutalität der welt und doch - auch durch die begegnung mit ihr - wie neu geboren. daran zeigt sich meines erachten auch ein pardigmenwechsel: weniger die elternbindung, mehr die partnerschaftliche beziehung als motivation zur humanität. 

 

eine mexikanerin erscheint auf der bühne. zuerst feuert sie auf m zu - ein beeindruckendes tun als ob. der ist aber nicht zu beschleunigen. dann wird sie ruhig und sagt: "ich bin maria magdalena. . ."

 

m bejaht sich verneigend nickend. "machst du liebe mit jesus?" fragt er. "die ganze wissenschaft interessiert sich", fährt er fort, "hast du sex mit ihm?"

 

"ich bin eine ganz fromme frau. . ." wehrt sie ab. "nicht mit mir. . .", präzisiert m. "wir l i e b e n uns. . .", sagt sie mit einer überzeugenden tiefen und vollständigen emotion. das "ie" etwas langgezogen, aber in keiner weise übertrieben.

 

"du bist die erste, die jesus gesehen hat, als er auferstanden war", sagt m, "eigentlich solltest du eine päpstin sein."

 

sie ist zufrieden

ein lachen im gesicht

 

sie verabschiedet sich. " m a r i a " , sagt m, " m a g d a l e n a " . sie schauen einander einen moment lang etwas deutlicher in die augen.

 

die zeit

erfüllt

 

"m", sagt sie. "mm" er.

 

vielleicht war sie so

diese berühmt-berüchtigte

frau

 

guten tag herr n, und einen schönen ostertag! vielleicht meinen Sie den http://sander-gaiser.de/ru/bilder/aufersth/b3-61.jpg - sympahisch. habe mich in diesem zusammenhang schon mal verschrieben. assoziation h. jesus ist "höher" als seine darsteller in filmen, anders auch als gemalt. habe noch nie ein bild von ihm gesehen, das mich wirklich überzeugt. und doch immer wieder ein "aha, vielleicht mehr so", ein korrektiv seines bildes, das vielleicht doch auch in mir existiert. die auferweckung ist die erlösung vom bild. den auferstanden christus kann man sehen. nicht als vostellung. nicht als bild. zwar kann er sich auch als solche offenbaren. muss aber nicht sein. Ihr gerechtigkeitsempfinden teile ich. aber ich könnte nicht sagen, dass ich "keine grausame hinrichtung" brauche. für mein gerechtigkeitsempfinden ist es schwer enttäuschend, dass die welt derart grausam ist. der wandel geschieht erst dadurch, dass der urheber durch sein empathisches verhältnis zu seinem gesandten selbst davon getroffen wird. er ist mit jesus gekreuzigt und wird zugleich immer vollkommenere erleuchtung. mag ich nicht mehr, mag ich dann wieder. das geheimnis besteht darin, das geheimnis nicht zu reduzieren. auferweckung heisst, dass wir wieder aufstehen, dass jesus oder andere verstorbene in unserer erinnerung, in unserem leben weiterleben - aber nicht nur. sie haben - ganz elementar gesagt - auch etwas davon. sie existieren nach ihrem tod ähnlich wie vor ihrem tod. dialogisch zb. er - um auf den heute gefeierten zurückzukommen - kann reden. was er heute sagt, finde ich interessanter, als was er damals gesagt hat. das leben ereignet sich selbst. wir machen es nicht. weder im guten noch im bösen. es kann sehr belastend sein, ermöglicht uns aber zugleich, in dieser belastung zu leben, indem es sich selbst belastet - und entlastet. was im neuen testament als auferweckung erscheint, geschieht schon immer und wird vollständiger erkennbar und erfahrbar durch seine vereinigung mit seinen andern erscheinungsformen. ich lege gar nicht so sehr wert darauf, dass e r mitten unter uns ist, sondern dass sie alle dies sind.

 

doch

das neue leben finde ich im grab

bevor ich bereit bin

bevor ich es suche

 

viele werden von morgen und abend kommen und sich mit abraham, isaak und jakob zu tische setzen. (mt 8.11) kraft der verwandlung von tod in leben, der überwindung jeder trennung, werden die anderen etwas vergleichbares tun. niemand wird in die finsternis hinausgestossen (8.12), jedenfalls wird bis zuletzt niemand mehr dort sein. damit ist die eine - nicht in diesseits und jenseits unterschiedene - von grund auf erneuerte welt exakt definiert - was zur verteidigung diskriminierter auch ohne stottern und stammeln ins feld geführt werden kann.

 

abrahem

 

abraham wollte ich sagen – das stammeln als wahrheitsmoment

 

der frosch dankt für das werk!

 

eine interessante frage: sind wir dem heiland auf den leim gegangen, und wenn ja, wo? oder sind wir unzutreffenden berichten über ihn auf den leim gegangen. oder könnte man das wandeln auf dem wasser auf dem leim (L) üben? (wasser in leim verwandeln, zuerst trocknen lassen)

 

paulus verstehe ich vom sieg über den tod her, der zur vereinigung von allem mit allem führt

 

doppelte prädestination ist eine vorübergehende emotion

 

gehorsam gegenüber der obrigkeit situation

 

sühne heisst, dass wir mit ihm sterben, der tod des todes in uns, der uns sonst bestimmt, der wandel in einem von grund auf erneuerten leben

 

in einer bestimmten situation kann rm 13 etwas sagen. aber man darf nicht meinen, man könne das verhältnis zu autoritäten nur von daher verstehen. paulus bezeichnet sein erkennen als stückwerk. (1kor13.9-12)

 

Sie fragten, ob der begriff des anstands der heutigen welt noch angemessen ist. und ich sagte mir, mal so anständig zu sein und nicht zu kommentieren. so kann man das aber nicht stehen lassen - auch hans küngs oberstes prinzip war nicht der anstand.

 

"gesichertes wissen", wonach nn fragte, ist doch sicher nicht die angemessene kategorie. die frage ist, finde ich, vielmehr, ob nicht die geringste einschränkung der verheissung eine verletzung der menschenwüde ist. meine reaktion ist aber nicht als moralische entrüstung zu verstehen.

 

"wir können es uns nicht vorstellen", schreibt einer, was nach dem tod sein wird. als ich später mit der bahn unterwegs bin, kommt sein wort bei mir an. ein schönes gefühl, das mir eine vollständigere wahrnehmung der vorbeiziehenden landschaft erlaubt. darin sehe ich aber auch etwas anderes. nicht ein bild, nicht eine vorstellung. ich sage nicht, was. "all you need is love" (john lennon): alles, was du brauchst, ist alles. die vereinigung von allem. "dios basta", zitiert nn theresa von avila, "gott genügt". das eine. das tröpfchen, das ins meer fällt und dort nicht mehr gefunden werden kann. das in sich differenzierte eine andererseits. die personähnliche, immer noch vollkommener werdende, vollkommen ausdifferenzierte vollkommenheit, in der auch nn als findender zu finden sein wird.

 

transsubstantion - die substanz, die idee des brotes wird verwandelt. ein substantieller klang ist weniger transparent, ein transparenter klang weniger substantiell. ein ausgewogener klang ist nicht besser als zwei, wie dargestellt, verschiedene. vielleicht erscheint mir deswegen die vereinigung der kirchen nicht als das vordringlichste. 

 

im stück das ganze

 

personähnlich

gemeinschaftsähnlich

 

die in der katholischen tradition mehr vertretene substanzmetaphysik ist möglicherweise eine opposition gegen das dominierende patriarchalische

 

"sinn" repräsentiert die sinnerfahrung, im unterschied zu "Sinn", der aussage, dass etwas sinn habe - "und" ich lasse die grossschreibung vielleicht besser weg

 

47:39 wird es plötzlich still. ich gehe zu meinem notebook, vorher war ich um die ecke in meiner kochnische, und schaue, ob der akku unten ist, weil ich die verbindung zum strom wiedermal vergessen habe. das notebook ist eingesteckt, aber es dreht etwas im bild. offenbar muss geladen werden. was ich aber sagen will: das war so recht schön, als es still wurde. die gedanken, die zeldin bringt, scheinen mir als solche ok. nur: warum sie gegen meditation ausspielen. da böte sich doch wieder der achtfache pfad an: rechtes denken, rechtes meditieren. das ist ja sonst, als würde man wachsein gegen schlaf ausspielen. das eine lebt vom andern. resilienz wurde vorher gesagt: der ball fällt auf den boden und springt wieder auf. buddha stirbt während seines lebens und kommt zur erleuchtung. jesus wird begraben und auferweckt. religion erscheint als meditation. der mumonkan erzählt im übrigen, wie schüler im gespräch mit ihrem meister zur erleuchtung kommen. ich bin nicht ein freund des imperativs, des gedankens "du sollst achtsam sein". das würde ungemein stören. soweit wir mit buddha und jesus gestorben sind, kann das leben sich selbst ereignen.

 

als kind und in meiner jugend kannte ich eine art totstellreflex. mein ganzer körper war ruhig gestellt, die geschlossenen augen ermöglichten eine bessere durchblutung bestimmter gehirnregionen. als ich mit meditation begann, wurde das alles zerstört. durch für mich nicht geeignete anweisungen wie "kerzengerades sitzen". ein wort hat eine wirkung. die wirkung des wortes achtsamkeit ist bei mir schlecht, alles andere als mindfulness. ich sehe kinder, die gut in meditation sind. wie überleben sie diese schulstunden? vielleicht sollten eher die erwachsenen zu ihnen zur schule gehen. atmung - das ist nicht für jedermann. ist schon nur davon die rede, verschlechtert sie sich bei mir. wie das leben sich selbst ereignet, geht auch sie von selbst. das koan will davor bewahren, von so eigenartigen mit a beginnenden dingen zu sprechen. das a ist schon in ordnung, aber dann. . . zusammenfassend kann man sagen: eine meditationstechnik garantiert nichts. da sehen Sie es wieder: das nichts analog zum tod - das alles ist, der leben ist. "mit der aufklärung vereinbar" - die aufklärung hatte aber eine moralische ader. das leben ereignet sich immer selbst. aber bevor es gestorben ist, ist es nicht so recht lebendig. es kommt durch seinen tod zu sich selbst.

 

die geschichte von buddha und die von jesus haben zuerst mal nichts zu tun mit theismus und atheismus. inkarnation. säkular. nur diese geschichte. sich nicht mit sich selbst befassen. "ich würde davonrennen." (goethe) die spirituellen anweisungen seiner zeit, dieselben wie heute, "haben mich halb wahnsinnig gemacht." (martin luther)  "selbsterkenntnis ist todeserkenntnis." (eberhard jüngel) 

 

goethe will sich nicht selbst erkennen. meditation könnte verstanden werden als nicht davonrennen. die verzweiflung hat auch im zen eine bedeutung - wohl dieselbe wie bei luther. bedenkt man, dass tod erleuchtung ist, eröffnet das den zugang zum gegenteil dessen, was im vorangehenden abschnitt steht. zuerst rechnete ich 78 bis 18 sind 30 und dachte, vielleicht habe ich nur 21'000 stunden auf dem buckel. später kam ich darauf, das sind ja 40, und zusammen mit andern korrekturen auf mindestens 28'000. fragt sich nun, wie mein gehirn sich verändert hat, wenn ich falsch rechne. 

 

emoticons  verdutzt zwinkerer smiler reissverschluss (mund zu)

 

religion ist die verbindung zum ursprung dieser verbindung. wenn ich recht sehe, wird hier überall etwas vorausgesetzt, sinnlichkeit zb etc - das, wonach wir fragen, muss aber auch für einen toten menschen gelten. im übrigen habe ich vor, auf mai mein kommentieren aufzugeben. sollte mir das gelingen, wäre das ein wunder.

14:16 uhr, 24. april

 

dass fast alles anders ist

 

der tod des todes

anders als anders

 

alles kommt aus dem brahman und geht wieder in das brahman. alles ist - trotz allen rissen, brüchen und aus den fugen geraten - buddha, tao, der weg vom a und zum o. "treue von gechlecht zu geschlecht", die transparenz des konzentrationslagers (zugegebenermassen eine sehr andere aussage), "derselbe gestern, heute und in alle ewigkeit". auch wenn wir heute anders glauben, sehen, denken - das konstante bleibt grundlegender. das geheimnis liegt im "fast".

 

wenn wir schon beim unbewussten sind: das wollte eine antwort auf den vorangehenden kommentar sein - aber es kommt eben anders, besser, würde ich hier sagen. warum der ungewollte absatz zwischen der ersten und der zweiten zeile? und warum das vergessene t fast am ende?

 

ja gar kein absatz, der normale zeilenabstand

17:43 28.04.2018

 

kreuz hingabe islam allah alles alles in allem nicht verdrängen nicht aufdrängen die gleichursprüngliche übereinstimmung der religionen und nicht-religionen

 

"was fehlt, wenn gott fehlt?"

 

die nacht erleuchtet die sterne, und die

sterne erleuchten wiederum die nacht

 

und dann die schöpfung, unverblendet,

im natürlichen sonnenlicht

 

die gestellte frage enthält eine voraussetzung. dass nämlich, wenn gott fehlt, etwas fehlt. solche fragen beantworte ich sonst nicht. sie verursachen einen krampf, ärger, stress und auch traurigkeit. die frage ist zudem vereinnahmend - das letzte, was wir im dialog der religionen und nicht-religionen, in dem wir uns hier unausweichlich befinden, brauchen können. und in meiner studienzeit habe ich gelernt, dass es nicht darum gehen kann, den menschen zu sagen, was ihnen fehlt oder noch fehlt. als erstes empfiehlt es sich also, aus der einen zwei oder gar drei fragen zu machen: fehlt etwas, wenn gott fehlt? wenn ja, was? und wenn nein, warum nicht?

 

"dass wir gottes ledig werden, dazu helfe uns gott", das gebet meister eckharts. "aphele panta!" sagte plotin und wurde damit zum ahnvater der westlichen mystik. "hyper", sagte dionysos von aeropagita immer wieder, "über alles hinaus gehen", und wurde zum zweiten ahnvater der westlichen mystik. lassen und übersteigen gerieten zu so etwas wie einem grundprinzip der mystischen tradition. in dieser konsequenz geht es auch darum, gott zu lassen und zu übersteigen. "gott ist sagbar", so wiederum meister eckhart, "gottheit nicht". damit befinden wir uns mitten in der mystischen erfahrung. eines - kein zweites. es ist nicht möglich, dass ein erstes ein zweites aussagt. oder doch? karl barth kritisierte, die mystik sage "unsagbar", und dann gehe es so richtig los, mit reden, "unter dem druck des unsagbaren", wie alois m. haas es verstand. unsagbar hiess wohl, finde ich, mit patriarchalischen kategorien nicht sagbar. dionysos von aeropagita war der erzfeind luthers. man kann sich auch fragen, wie viel er von theologie verstanden hatte, sagte er doch, man sollte sagen, gott sei ein wurm, damit einsichtig werde, dass man nur sagen könne, was gott nicht ist - der doch in seiner inkarnation gerade zum wurm wurde. mystik: ein mangel an inkarnation, reformation: ein mangel an integration des nicht-patriarchalischen. 

 

mitte achtzigerjahre fragte ich eberhard jüngel, den berühmtesten schüler karl barths, von dem ich damals dachte, dass er am meisten durchsieht: "was heisst das: theos panta en pasin, gott alles in allem?" "Sie werden in schwierigkeiten geraten" - obschon bisher nicht eingetreten, die beste antwort, die ich bekommen habe. "unser erkennen ist stückwerk", sagt paulus, das wort gott sozusagen ein stück in einem stückwerk. die personähnliche vereinigung von allem mit allem offenbart sich als gott, als universum, der möglichkeit nach als alles, was in ihr ist, was sie ist. stückwerke, die, immer unvollständig, einander durchdringend einander vervollständigen. 

 

die gestellt frage braucht eine weitere präzisierung: ist das wort gott gemeint oder gott selbst. wir kommen wohl darauf, dass beides sich nicht ohne weiteres unterscheiden lässt, weil das wort gott die gotteserfahrung auslöst. jedenfalls komme ich zum schluss, dass, wenn gott fehlt, nicht unbedingt etwas fehlt. in der alles verändernden vereinigung von allem mit allem fehlt er nicht, und diese offenbart sich nicht nur durch das wort gott. vielmehr kann es sein, wenn wir an meister eckhart denken, dass gerade dann, wenn gott nicht fehlt, etwas fehlt. das würden sicher auch viele atheisten und freidenker bestätigen. solo deo, sagte die reformation, allein durch gott, und interpretierte das als sola gratia, solus christus, sola scriptura, sola fide und, je nach lesart, auch als solo verbo. sola revelatione, würde ich sagen: was offenbart sich, wenn angehörige verschiedener religionen und nicht-religionen einander begegnen? der sohn unterwirft sich dem vater, so dass er als zweite person der trinität nicht mehr existiert, und der vater ist nicht mehr vater, sondern alles - was auch heisst: die ganze vergangenheit, nicht trennend aktuell. dass wir gottes ledig werden, wie meister eckhart sagt, verstehe ich als freie beziehung zum eigenen und zum anderen. alles in allem ist die coincidentia oppositorum omnium, das zusammenfallen aller gegensätze, die sich wie berge erheben, nun aber in sich und ineinander zusammenfallen und sich so durchdringen und einander verändernd vereinigen.

 

luther sagte sinngemäss: meine theologie heisst theologie des gekreuzigten, nicht theologia gloriae, die schöne worte macht. die frage nach gott ist nicht reformationsspezifisch. luther fragte: "wie krieg ich einen gnädigen gott?" er kam darauf, dass er ihn nicht durch werke erkriegen muss. gnädig ist er dem, der glaubt, dass christus für unsere sünden gestorben ist. hegel sagte später, das (dass christus für unsere sünden gestorben ist), sei "schon so lange her, dass es bald nicht mehr wahr ist", wie man im schwabenland formuliert. es wird ja auch gesagt, er sei gar nicht gestorben. hier eröffnet sich ein gegensatz, über den schon mancher erschrocken ist. die meinung, es sei ein anderer gewesen, der gekreuzigt worden ist, erscheint mir aber als hinweis auf die notwendigkeit einer vollständigeren inkarnation oder, an dieser stelle besser gesagt, einer vollständigeren offenbarung, als sie durch jesus geschehen ist. dem propheten mohammed ging es am anfang seiner wirksamkeit um eine religion, in der nicht nur die erlöst werden, die an christus glauben. panta en pasin: buddha starb während seines lebens und erwachte. auch der prophet selbst war, als er die ungerechtigkeit sah, "wie tot", seine umgebung meinte er sei gestorben - was ihn aber lebendig machte, und er wandelte eine sehr ungerechte in eine sehr viel gerechtere gesellschaft. dass wir während des lebens gestorben sind, heisst, dass der tod in uns gestorben ist, was uns lebendig macht, belebt, durchlebt. der tod des tötenden, trennenden, krankmachenden und hass erzeugenden todes und seine verwandlung in lebendig machendes leben erscheint mir als die ursprünglichste wahrheit aller religionen und nicht-religionen, in der sie alle vereinigt sind. ihre integration in die alles verändernde vereinigung von allem mit allem ist in meinen augen das, was in zukunft früher oder später geschehen wird und längst begonnen hat - was ich nicht stören möchte durch aussagen wie, dass, wenn gott fehlt, etwas fehlt. die streitereien zwischen theismus und atheismus haben ihre zeit gehabt. die erfahrung der integration aller religionen und nicht-religionen in die alles verändernde vereinigung von allem mit allem ist im theismus und im atheismus möglich. ein theist ist dann nicht mehr theist und ein atheist ncht mehr atheist, aber institutionen wie die kirche oder die giordano bruno stiftung werden nicht von heute auf morgen verschwinden. die partei wird sozusagen zur ganztei. auf verschiedenen seiten gibt es die, die nicht auf ihr eigenes fixiert sind, sondern in einer freien beziehung zum eigenen und zum andern leben. "einheitsreligion" wäre ein denkbar schlechter name dafür. die einheitspartei macht auf gleichschaltung, hier geht es aber um integration und transformation. es geht auch nicht darum, die eigene herkunft zu verlassen, wie etwa gesagt wird, denn gerade ihre inhalte "helfen uns", mit meister eckhart gesagt, diese ledigkeit, ermöglichen uns, diese freie beziehung zu finden. herkunft als zugang zum ganzen.

 

erfahren wir das universum als sinnvoll, ist es das auch. alles kommt aus demselben ursprung - auch das, dass wir, was daraus kommt, als sinnvoll erfahren. das innerste in unserer gesellschaft ist das kind. die silbe -in(n) weist auf die verbindung von kind, der endung -in, yin und sinn hin. ich schlage vor, die endung -in intuitiv zu verwenden. so gewinnt unsere leben an sinn. es kann sinnvoll sein, die frage nach dem sinn nicht zu stellen oder ihre antwort zu verweigern. den gesamtsinn grundsätzlich in frage zu stellen, ist aber in meinen augen eine unterschätzung der allmacht. der tod des todes ist es, der die welt besser, sinnvoll macht, objektiv und in der subjektiven erfahrung. die wahrheit offenbart sich selbst, wann, wo und wie sie will. und mit ihr die sinnerfahrung. sinn ohne wahrheit ist wie yin ohne yang. ohne gerechte macht. die sinnerfahrung hat ihren ort unter den augen. wohl die verbindung der spezifisch menschlichen gehirnregionen mit dem rest des rumpfs. sie kann sich auf die ganze haut ausbreiten. vermittlung von sinn von haut zu haut. das ist aber nicht eine "gemachte" erfahrung. sie kommt aus einem gesamten. alles, was zum innersten in unserer gesellschaft in verbindung steht, hat sinn. objektiv, weil es diesem kleinsten und schwächsten etwas bringt. und subjektiv, weil dieses besondere leben von dort herkommt. aber keine anthropologische reduktion. evolution als person. in ihrem gesicht die sinnerfahrung. mein leben hat sinn, weil sie mich anschaut. bevor ich etwas tue.  

 

sinn als verbindung zum ganzen. daraus der sinn für das einzelne. die menschheit stürzt sich gerade wieder in etwas. "cur homo deus?" mensch und maschine. der liebe gott macht aber alles ohne maschine. mensch ohne maschine. zurück zum wurm, der das erdreich auflockert, statt es immer fester zusammenzudrücken. in "antwort des glaubens" schreibt der nachfolger karl barths in basel, wenn ich mich an meine lektüre in den siebzigern recht erinnere: wie immer das auch sei mit dem sinn, unbestreitbar ist die sinnerfahrung. niklas luhmann sagt, sinn sei reduktion von komplexität. wir erachten es als sinnvoll, zu unseren bekannten zu fahren, können aber in einem weiteren kontext die klimabelastung nicht verantworten. eberhard jüngel postulierte dann die reduktion auf null und wollte damit wohl sagen: nicht der sinn aus dem werk, sondern das werk aus dem sinn. grundlegender als die wahrheit aus dem gespräch ist ja auch das gespräch aus der wahrheit. andererseits kann der sinn für den sinn sich durch das im sinn begründete werk erweitern. das ist der menschheit - homo reus, deus reus, deus iustificans - für ihr neustes unterfangen zu wünschen.

 

auf dieser seite ein wechselbad von diesseits und jenseits. das bild und auch das aktuelle titelbild zeigt: es gibt eine verbindung zwischen beiden. sie heisst sinn. auf das diesseits beschränkt, werden wir zu abhängig vom klimaschädlichen. auf das jenseits beschränkt, können wir nicht an einer weniger klimabelastenden welt arbeiten. e i n e welt in diesseits und jenseits unterschieden - oder auch nicht.

 

die 4500 liter wasser sind ein symbol dafür, was wir alles nicht brauchen würden, könnten wir das wasser im boden wahrnehmen und darauf wandeln. der wandel auf dem wasser, eine urerfahrung, die alternative zum klimawandel.

 

christus ist für mich seit meiner kindheit eine erfahrung - die aber nichts zu tun hat mit einem zum könig der juden gesalbten. und andererseits ist es eben doch so: wenn ich christus sage, befinde ich mich in der fragestellung, ob jesus der seit langem erwartete messias ist - in der ich aber nicht gefangen sein will. bisher komme ich darauf, dass der zweitausendjährige selbst der meinung ist, dass ich darin nicht gefangen sein soll.

 

das gewaltlos leidensfähige lamm hat die führung übernommen. jesus wurde von seinem vater erniedrigt und hat darauf nicht mit gewalt reagiert. andere werden - um in seiner sprache zu bleiben - vom selben vater erniedrigt, reagieren aber mit gewalt. wie ich am fenster einen apfel vom baum der erkenntnis verspeise, eine schar stare, etwa hundert. keine weisse taube unter ihnen. und doch, die schwarmintelligenz lässt sie fliegen, miteinander und durcheinander, ohne einander und jemand anderem etwas anzutun. die weisse ziege scheint mir die zu repräsentieren, die ohne dieses eine lamm nicht belämmert oder behämmert sind. religionen und nicht-religionen fliessen ineinander wie milchsorten. die wirkstoffe bleiben dabei erhalten, vervollständigen und verstärken einander. und es entstehen noch andere farben. während der vorangehenden diskussion ist mir ein solches bild erschienen.

https://www.youtube.com/watch?v=-tas2wuQqxU

 

die farbsymbolik ist auch ein problem

 

sobald wir gezeugt sind, sobald wir wir sind, werden wir vom tod berührt. soweit der tod gestorben ist, leben wir. unsere ursprüngliche natur kommt wieder hervor. nicht wie damals. so wie jetzt.

 

könnten mehr inhalte der menschlichen geistesgeschichte fruchtbar gemacht werden, bräuchten wir weniger künstliche befruchtung

 

sie soll sich ihm unterordnen, er soll ihr, er soll für sie sein leben hingeben. der erste aspekt ist heute alles andere als konsensfähig. die aktualisierung: das zusammenleben gelingt soweit, als beide gestorben sind. dieses andere veständnis von liebe hält dann auch 24 stunden, indem das neue menschsein im dialog mit dem alten auch dann liebt, zb mit hilfe des verstandes, wenn die liebe als gefühl unmöglich ist, paradox: im moment liebe ich dich nicht, aber bis wir ausgehen, sollte es wieder soweit sein.