2009 - 2021

 

 

alles ist alles

 

nicht nicht alles von allem unterschieden 

in allem alles und alles in allem

 

alles aus allem

 

du siehst beidemal dasselbe

als ursprung oder als entsprungenes

 

coincidentia oppositorum omnium

 

die integration aller inhalte in die alles verändernde

vereinigung von allem mit allem

 

unausgeführte pantologie

alles

aber nicht

was

 

redormative pantologie

drüber schlafen

was ausgeführt

werden soll

 

le nez du zen

 

die unbewusste wirkung auf das unbewusste

 

die nacht erleuchtet die sterne, und die sterne erleuchten wie-derum die nacht. das habe ich in meiner jugend einst gesehen.

als ich später im turnunterricht neben der aschenbahn lag, sah

ich dieselbe ursprünglichste wahrheit, wie ich sie nenne, auch mit geschlossenen augen. auch heute nehme ich sie wahr, nur viel tiefer verborgen unter dem geröll, das sich in den vergangenen jahrzehnten angesammelt hat. die grosse erleuchtung, die alles durchdringt, in der wir leben, unsere herkunft, vermittelt uns eine wahrnehmung ihrer selbst. das geschieht nicht zuletzt dadurch, dass auch unsere mitleuchtende planetin mit allen lebewesen auf ihr, in ihr und knapp über ihr zu ihr gehört. sie vervollständigt sich, indem sie uns erleuchtet.  sie kann mit den worten benannt werden, die transparent werden für sie. die verheissung, dass alle zu ihr kommen, bestandteil der ursache ihrer erfüllung, aus ihr.   

 

alles

auch die ganze vergangenheit

nicht trennend aktuell

 

alles ist alles

das leben

der tod

 

pikanterweise auch die unterscheidung zwischen leben und tod

 

das ursprüngliche wissen

dass tod erleuchtung ist

 

mehr als person, aber personähnlich

 

nicht die philosophie des verzichts

die philosophie der alternative

 

koan 0

 

alles ist alles

nur noch metaphysik

zensualismus

 

ende siebzigerjahre hielt ich die problemgeschichtlich aufgebaute philosophiegeschichte von windelband in meiner hand, um sie ins bücherregal zurückzustellen, und sagte mir: das metaphysische interessiert mich mehr als das historische.

 

eine alternative ist die metaphysik: es ändert sich etwas an mir, so dass ich weitgehend ohne angst in der welt, im universum leben kann, ohne dass immer jemand bei mir ist.

 

gehört: das ganze geworden, rein metaphysisch

denke: kritik der reinen metaphysik

werde aber an die worte erinnert

 

soweit wir während des lebens gestorben sind

ist der tod in uns gestorben

der uns sonst bestimmt

 

was uns lebendig macht

belebt

durchlebt

 

der tod des todes und seine verwandlung

in lebendig machendes leben

 

die überwindung jeder trennung

 

die elementarste wahrheit

 

auch wahre, erlösende schönheit entsteht durch die lebendigkeit, die aus dem tod während des lebens hervorgeht

 

die stimme der verheissung kam nicht von ausserhalb der vereinigung von allem. es war ihre stimme. begeben wir uns

in ein stückwerk, ist die mangelsituation vorprogrammiert.

 

predigt und essay

ging nach vorne

setzte sich hin

sagte nichts

 

alles bewegt alles

alles kommt durch alles

zur ruhe

 

ursache und wirkung sind beide immer das ganze

 

nicht projektion

tatsächliche eigenschaft 

des ganzen

 

die vollendung des gedichts

wäre nichts

 

das ende der teile

auch wieder ein teil

aber man kann es vestehen

das ende der teile